Studies in Form. Eine fotografische Studie.
Eine fotografische Studie über organischer Formen. Zwischen Still Life und abstrakter Komposition werden alltägliche Objekte zu skulpturalen Erscheinungen. Im Mittelpunkt stehen ihre Farben, Oberflächen und die Unregelmässigkeiten, die jedes einzelne unverwechselbar machen.


Ungewöhnliche Formen im Alltag
Im Supermarkt begegnen uns meist Gemüse und Früchte, die bestimmten Vorstellungen von Grösse, Form und Aussehen entsprechen. Gleichmässige Proportionen und möglichst einheitliche Oberflächen prägen unsere Erwartungen.
Die Exemplare dieser Bildserie unterscheiden sich davon deutlich. Tomaten mit ausgeprägten Falten, asymmetrischen Formen und ungewöhnlichen Verwachsungen zeigen, wie vielfältig natürliche Wachstumsprozesse sein können.
Fotografisch sind gerade diese Unterschiede interessant. Je nach Blickwinkel entstehen neue Konturen, die teilweise kaum noch an die ursprünglichen Lebensmittel erinnern.




Wie Licht und Perspektive die Wahrnehmung verändern
Für die Aufnahmen wurde eine bewusst einfache Bildgestaltung gewählt. Ein heller Hintergrund, weiches Licht und grosszügige Freiflächen konzentrieren die Aufmerksamkeit auf die einzelnen Objekte. Die seitliche Beleuchtung macht Rundungen und Vertiefungen sichtbar. Gleichzeitig bleiben die natürlichen Farbverläufe und Oberflächenstrukturen erhalten.
Besonders deutlich wird der Einfluss der Perspektive beim Vergleich mehrerer Aufnahmen derselben Tomate. Während eine Ansicht ihre charakteristische Form betont, treten aus einem anderen Blickwinkel einzelne Falten und Verwachsungen stärker hervor.
Auch die Kombination unterschiedlicher Exemplare verändert die Bildwirkung. Grössenverhältnisse und Farbkontraste schaffen neue Kompositionen, ohne dass zusätzliche Gestaltungselemente notwendig sind.
Reduktion als fotografisches Gestaltungsmittel
Die Serie zeigt, wie stark bereits kleine Entscheidungen in der Bildgestaltung unsere Wahrnehmung beeinflussen können. Wird ein alltäglicher Gegenstand isoliert fotografiert, verändert sich die Aufmerksamkeit des Betrachters. Details, die im normalen Umfeld kaum auffallen würden, werden sichtbar.
Die Fotografien verzichten bewusst auf zusätzliche Requisiten oder einen erzählerischen Hintergrund. Im Mittelpunkt stehen die tatsächlichen Eigenschaften der Objekte und die Frage, wie sie durch fotografische Mittel hervorgehoben werden können.











