Jan 2026
-
12 Minuten
Autor:
Luca Andrea Donati

Employer Branding in Zürich: Warum authentische Bilder Talente überzeugen

Wer sich für einen neuen Arbeitgeber interessiert, möchte mehr erfahren als das, was in einer Stellenanzeige steht. Wie sieht der Arbeitsalltag aus? Mit welchen Menschen würde man zusammenarbeiten? Und vermittelt das Unternehmen ein glaubwürdiges Bild seiner Kultur? Gerade in einem international geprägten Wirtschaftsstandort wie Zürich gehört die visuelle Darstellung eines Unternehmens deshalb zu einer professionellen Arbeitgeberkommunikation. Employer Branding Fotografie kann Einblicke vermitteln, die Stellenbeschreibungen allein nicht bieten. Entscheidend ist dabei nicht, Menschen möglichst perfekt zu inszenieren, sondern ihre Arbeitswelt so darzustellen, dass potenzielle Mitarbeitende ein nachvollziehbares Bild des Unternehmens erhalten.

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Employer Branding beginnt mit dem Bild, das Menschen von einem Arbeitgeber haben

Eine Arbeitgebermarke entsteht nicht allein durch eine Kampagne oder einen prägnanten Claim. Sie entwickelt sich aus den Erfahrungen von Mitarbeitenden, der öffentlichen Wahrnehmung eines Unternehmens und den Erwartungen potenzieller Bewerbender.

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Fotografie kann diese Wahrnehmung beeinflussen. Ein Portrait stellt eine Person vor. Eine Unternehmensreportage vermittelt Einblicke in Arbeitsprozesse. Bilder von Teams, Räumen und alltäglichen Begegnungen helfen dabei, eine Arbeitsumgebung besser einzuordnen. Doch Bilder zeigen immer nur einen Ausschnitt. Sie können eine glaubwürdige Arbeitgebermarke unterstützen, aber keine Unternehmenskultur ersetzen, die im Alltag anders erlebt wird.

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Was Talente über einen Arbeitgeber wissen möchten

Die Erwartungen an einen Arbeitgeber unterscheiden sich erheblich zwischen verschiedenen Berufsgruppen. Eine LinkedIn-Untersuchung aus dem Jahr 2025 mit knapp 37'000 Befragten im ersten Quartal zeigt, dass Vergütung und Benefits, Work-Life-Balance sowie flexible Arbeitsmodelle zu den wichtigsten allgemeinen Entscheidungskriterien gehören. Gleichzeitig unterscheiden sich weitere Prioritäten nach Tätigkeitsbereich. Im Gesundheitswesen werden beispielsweise ein unterstützendes Arbeitsumfeld und eine inklusive Unternehmenskultur stärker gewichtet. Bei Vertriebsfunktionen spielen Führung und Zusammenarbeit eine überdurchschnittliche Rolle. Quelle: LinkedIn

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Für Employer Branding bedeutet das, dass nicht jedes Unternehmen dieselben visuellen Inhalte benötigt. Ein Technologieunternehmen kann davon profitieren, seine Entwicklungsprozesse, Zusammenarbeit und Arbeitsumgebung sichtbar zu machen. Bei einer Wirtschaftskanzlei stehen möglicherweise die Menschen, ihre fachliche Spezialisierung und das professionelle Arbeitsumfeld stärker im Vordergrund. Die Aufgabe besteht nicht darin, diese Erwartungen mit möglichst attraktiven Bildern zu bedienen. Zunächst muss verstanden werden, welche Eigenschaften des Unternehmens für die jeweilige Zielgruppe tatsächlich relevant sind. Erst daraus lässt sich eine sinnvolle Bildstrategie entwickeln.

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Warum austauschbare Bilder wenig über ein Unternehmen aussagen

Viele Karriereseiten zeigen ähnliche Motive: Menschen lächeln in Besprechungsräumen, sitzen gemeinsam vor Bildschirmen oder unterhalten sich bei einem Kaffee. An diesen Situationen ist grundsätzlich nichts falsch. Sie gehören in vielen Unternehmen tatsächlich zum Arbeitsalltag.

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Problematisch wird es, wenn die Bilder keinerlei Informationen über das konkrete Unternehmen vermitteln. Eine Gruppe von Personen vor einem Laptop kann praktisch jede Organisation darstellen. Die Aufnahme erklärt weder, woran die Menschen arbeiten, noch welche Aufgaben sie übernehmen oder wie ihre Zusammenarbeit funktioniert.

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Anders verhält es sich mit einer fotografischen Situation, bei der ein nachvollziehbarer Arbeitskontext sichtbar wird. Eine Architektin, die gemeinsam mit einem Kollegen Materialmuster beurteilt, vermittelt einen anderen Eindruck als zwei Personen, die lediglich für die Kamera auf einen Bildschirm schauen.

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Das erste Bild enthält zusätzliche Informationen über die Tätigkeit. Es zeigt Menschen in einem fachlichen Zusammenhang und vermittelt dadurch mehr als die allgemeine Aussage, dass Teamarbeit stattfindet. Solche Unterschiede sind für die Arbeitgeberkommunikation relevant.

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Eine glaubwürdige Bildwelt entsteht nicht dadurch, dass Mitarbeitende möglichst natürlich aussehen. Sie entsteht, wenn ihre tatsächlichen Aufgaben und Arbeitsumgebungen sichtbar werden.

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Authentizität bedeutet nicht, auf professionelle Gestaltung zu verzichten

Employer Branding wird häufig mit spontanen, möglichst wenig bearbeiteten Fotografien gleichgesetzt. Professionelle Inszenierung erscheint dagegen manchmal als Widerspruch zur gewünschten Authentizität. Diese Gegenüberstellung greift zu kurz. Auch eine sorgfältig geplante Aufnahme kann glaubwürdig sein. Licht, Perspektive, Raum und Bildkomposition dürfen bewusst gestaltet werden.

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Entscheidend ist, ob die fotografierte Situation zur tatsächlichen Arbeitswelt passt. Ein Business Portrait wird fast immer angeleitet. Trotzdem kann es die Persönlichkeit einer Person glaubwürdig vermitteln. Bei einer dokumentarischen Aufnahme aus dem Arbeitsalltag kann dagegen zu viel Regie dazu führen, dass eine Situation künstlich wirkt. Die richtige Herangehensweise hängt deshalb von der Aufgabe des jeweiligen Bildes ab.

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Das Chartered Institute of Personnel and Development (CIPD) betont in seiner Auseinandersetzung mit Employer Branding ebenfalls, dass die kommunizierte Arbeitgebermarke mit den tatsächlichen Erfahrungen von Mitarbeitenden übereinstimmen sollte. Ein realistisches Bild des Arbeitsumfelds ist nicht nur für die Gewinnung, sondern auch für die langfristige Bindung von Mitarbeitenden relevant. Quelle: CIPD

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Fotografie kann einen Teil dieser Realität sichtbar machen. Sie sollte jedoch keine Arbeitskultur versprechen, die Menschen nach ihrem Eintritt ins Unternehmen nicht wiederfinden.

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Wie professionelle Employer Branding Fotografie entsteht

Eine wirksame Bildproduktion beginnt nicht mit der Auswahl eines Hintergrunds oder der Frage nach dem passenden Objektiv.

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Zunächst muss geklärt werden, welche Aspekte eines Unternehmens fotografisch vermittelt werden sollen. Dazu gehört auch die Entscheidung, ob vor allem einzelne Menschen vorgestellt werden, tatsächliche Arbeitsprozesse sichtbar werden sollen oder eine umfassendere Bildwelt für Recruiting und Unternehmenskommunikation benötigt wird.

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Vom Briefing zur fotografischen Bildsprache

Vor einer Employer-Branding-Produktion sollten HR, Marketing und Corporate Communications möglichst früh zusammenarbeiten. Die Abteilungen betrachten das Unternehmen aus unterschiedlichen Perspektiven. HR kennt die Anforderungen an Recruiting und die Fragen potenzieller Mitarbeitender. Marketing ist für den konsistenten Markenauftritt verantwortlich. Corporate Communications berücksichtigt die übergeordnete Unternehmenskommunikation.

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Daraus ergeben sich wichtige Fragen für die fotografische Konzeption:
Welche Berufsgruppen sollen angesprochen werden?
Welche Arbeitsumgebungen sind für diese Personen relevant?
Welche Mitarbeitenden und Tätigkeiten sollten sichtbar werden?
Und wo werden die Aufnahmen später eingesetzt?

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Auch bestehende Brand Guidelines spielen eine Rolle. Farben, Bildausschnitte, Lichtgestaltung und der allgemeine Charakter der Fotografien sollten zur visuellen Identität passen. Allerdings darf die gestalterische Einheitlichkeit nicht dazu führen, dass jede Person und jede Situation identisch aussieht. Ein Unternehmen besteht aus unterschiedlichen Menschen und Tätigkeiten. Eine überzeugende Bildsprache sollte diese Unterschiede zulassen, ohne ihre Wiedererkennbarkeit zu verlieren.

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Mitarbeiterportraits, Reportagen und reale Interaktionen

Eine vielseitige Employer-Branding-Bildwelt benötigt unterschiedliche fotografische Perspektiven.

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Mitarbeiterportraits geben den Menschen eines Unternehmens ein Gesicht. Sie eignen sich für Teamseiten, interne Kommunikation, Recruiting und berufliche Profile. Eine konsistente Lichtführung und Bildgestaltung sorgen dafür, dass auch später fotografierte Mitarbeitende in den bestehenden Auftritt integriert werden können.

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Arbeitsreportagen zeigen Menschen innerhalb ihrer tatsächlichen Umgebung. Anders als bei isolierten Portraits wird sichtbar, welche Aufgaben sie übernehmen, mit welchen Materialien sie arbeiten oder wie eine Tätigkeit organisiert ist.

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Teamaufnahmen und Interaktionen vermitteln Beziehungen zwischen Menschen. Dabei muss nicht jede Szene spontan entstehen. Entscheidend ist, dass die dargestellte Form der Zusammenarbeit für das Unternehmen plausibel ist.

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Räume und Details ergänzen diese Ebenen. Eine Werkstatt, ein Labor, ein Arbeitsplatz oder ein Produktionsbereich kann wichtige Informationen über die Arbeitsbedingungen vermitteln.

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Die fotografischen Kategorien sollten dabei nicht als starre Shotlist verstanden werden. Welche Motive notwendig sind, hängt von der Organisation und ihren Kommunikationszielen ab. Ein Unternehmen mit internationalen Standorten benötigt möglicherweise stärker standardisierte Portraits. Ein Kreativstudio kann dagegen von einer freieren, reportageorientierten Darstellung seines Arbeitsalltags profitieren.

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Welche Bilder potenziellen Mitarbeitenden wirklich Orientierung geben

Nicht jedes attraktive Unternehmensbild ist automatisch ein gutes Employer-Branding-Motiv. Entscheidend ist, ob es eine Frage beantwortet, die sich Menschen vor einer Bewerbung stellen.

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Wer sich für eine Stelle interessiert, möchte beispielsweise wissen, mit wem er zusammenarbeiten würde, wie sein zukünftiger Arbeitsplatz aussieht und welche Tätigkeiten den Alltag prägen. Eine Bildproduktion sollte deshalb nicht ausschliesslich von den Räumen oder der gewünschten Ästhetik ausgehen, sondern von den Informationsbedürfnissen der jeweiligen Berufsgruppe.

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Für eine Position im Engineering können Aufnahmen von Entwicklungsprozessen, technischen Arbeitsumgebungen und Zusammenarbeit an konkreten Projekten besonders relevant sein. Bei einer Beratungsfunktion stehen möglicherweise Kundenkontakt, Teamarbeit und die Menschen hinter dem Unternehmen stärker im Vordergrund.

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Dabei sollten die gezeigten Situationen repräsentativ für den tatsächlichen Arbeitsalltag sein. Eine spektakuläre Aufnahme einer seltenen Tätigkeit kann visuell überzeugen, aber ein verzerrtes Bild einer Position vermitteln.

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Eine hilfreiche Methode besteht darin, HR-Verantwortliche und Mitarbeitende bereits in die Vorbereitung einzubeziehen. Welche Fragen stellen Bewerbende im Vorstellungsgespräch besonders häufig? Welche Aspekte des Arbeitsalltags überraschen neue Mitarbeitende? Was unterscheidet die tatsächliche Arbeit von der Vorstellung, die Aussenstehende davon haben?

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Aus solchen Antworten lassen sich konkrete Bildmotive entwickeln, die über allgemeine Teamaufnahmen hinausgehen.

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Warum Mitarbeitende an der Bildentwicklung beteiligt sein sollten

Eine glaubwürdige Arbeitgeberkommunikation lässt sich nicht ausschliesslich aus Sicht der Marketingabteilung entwickeln. Mitarbeitende kennen ihren Arbeitsalltag, ihre Aufgaben und die Zusammenarbeit innerhalb ihrer Teams aus einer Perspektive, die externe Kreativpartner zunächst nicht besitzen. Ihre Beteiligung kann deshalb helfen, Situationen zu identifizieren, die für die Unternehmenskultur tatsächlich charakteristisch sind. Bereits ein kurzes Gespräch vor der Produktion kann wichtige Fragen klären: Welche Tätigkeiten sollten unbedingt gezeigt werden? Welche Situationen wären untypisch? Welche Arbeitsbereiche werden in der bisherigen Kommunikation kaum berücksichtigt?

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Diese Vorbereitung beeinflusst auch die Atmosphäre während des Shootings. Wer versteht, wofür die Bilder entstehen und welche Rolle er dabei übernimmt, kann sich bewusster beteiligen. Allerdings bedeutet Beteiligung nicht, dass Mitarbeitende selbst für die fotografische Gestaltung verantwortlich werden. Licht, Perspektive, Komposition und Bildauswahl bleiben Aufgaben des Fotografen.

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Eine zusätzliche Herausforderung entsteht bei der Auswahl der abgebildeten Personen. Zeigt ein Unternehmen ausschliesslich Führungskräfte oder besonders repräsentative Teams, kann eine einseitige Darstellung entstehen. Eine durchdachte Employer-Branding-Produktion berücksichtigt deshalb unterschiedliche Funktionen und Bereiche, soweit diese für das Kommunikationsziel relevant sind. So entsteht eine Bildwelt, die nicht nur attraktiv gestaltet ist, sondern potenziellen Mitarbeitenden einen differenzierten Eindruck des Unternehmens vermittelt.

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Wie Employer Branding Bilder langfristig zur Arbeitgebermarke beitragen

Eine professionelle Bildproduktion entfaltet ihren Nutzen nicht ausschliesslich am Tag der Veröffentlichung. Gerade im Employer Branding werden visuelle Inhalte über unterschiedliche Kanäle und Zeiträume eingesetzt. Ein Portrait erscheint zunächst auf einer Karriereseite, später in einem LinkedIn-Beitrag und möglicherweise auch in einer internen Publikation.

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Deshalb sollte bereits während der Planung berücksichtigt werden, welche Motive langfristig benötigt werden und wie sich die Bildwelt weiterentwickeln lässt.

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Karriereseiten müssen mehr zeigen als attraktive Arbeitsplätze

Eine Karriereseite ist für viele Interessierte einer der wichtigsten Berührungspunkte mit einem potenziellen Arbeitgeber. Bilder können hier helfen, Fragen zu beantworten, die sich aus einer Stellenbeschreibung nicht unmittelbar erschliessen. Wie sieht die Arbeitsumgebung aus? Welche Menschen arbeiten im Unternehmen? Welche Tätigkeiten gehören zum Alltag? Wie unterscheiden sich die einzelnen Standorte oder Teams?

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Wichtig ist, die Bildauswahl auf die tatsächlichen Inhalte der jeweiligen Seite abzustimmen. Eine Stellenanzeige für eine technische Funktion profitiert möglicherweise von Aufnahmen, die entsprechende Arbeitsprozesse zeigen. Auf einer allgemeinen Karriereseite sind dagegen Portraits, Begegnungen und unterschiedliche Arbeitsumgebungen sinnvoll. Ein Unternehmen sollte seine Bildwelt deshalb nicht nur nach ästhetischen Kriterien auswählen.

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Ebenso wichtig ist die Frage, ob eine Aufnahme den Text sinnvoll ergänzt und Interessierten dabei hilft, ihre potenzielle Arbeitsumgebung besser einzuschätzen.

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LinkedIn und Recruiting benötigen unterschiedliche Motive

Nicht jedes Employer-Branding-Bild eignet sich gleichermassen für jeden Kanal. Auf LinkedIn werden Inhalte häufig im Zusammenhang mit konkreten Ereignissen veröffentlicht: ein neues Teammitglied, ein Projektabschluss, ein Einblick in den Arbeitsalltag oder eine Veranstaltung.

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Solche Beiträge profitieren von Bildern, die einen bestimmten Moment oder eine konkrete Tätigkeit zeigen. Eine Karriereseite benötigt dagegen eine längerfristig gültige Darstellung der Organisation. Hier können stärker geplante Motive sinnvoll sein, die auch nach mehreren Monaten noch aktuell wirken.

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Für Recruiting-Kampagnen kommen weitere Anforderungen hinzu. Bilder müssen unter Umständen in verschiedenen Formaten eingesetzt werden und auch bei kleiner Darstellung eine klare Aussage vermitteln.

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Deshalb sollte eine Bildbibliothek nicht ausschliesslich aus ähnlichen Gruppenfotos bestehen.

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Unterschiedliche Perspektiven, Portraits, Arbeitsprozesse und Begegnungen bieten den Kommunikationsverantwortlichen mehr Möglichkeiten, passende Motive auszuwählen.

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Eine konsistente Bildsprache muss sich weiterentwickeln können

Gerade bei wachsenden Unternehmen verändern sich Teams und Arbeitsumgebungen laufend. Neue Mitarbeitende kommen hinzu. Abteilungen werden reorganisiert. Standorte verändern sich.

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Eine Bildstrategie muss solche Veränderungen berücksichtigen. Besonders bei Mitarbeiterportraits ist eine dokumentierte Licht- und Bildgestaltung sinnvoll. Hintergrund, Kameraperspektive, Bildausschnitt und Farbverarbeitung sollten so festgelegt werden, dass spätere Aufnahmen in den bestehenden Unternehmensauftritt integriert werden können.

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Bei dokumentarischen Aufnahmen ist diese Standardisierung weniger streng. Hier entsteht Konsistenz eher durch gemeinsame gestalterische Prinzipien: Nähe zu den Menschen, Umgang mit Licht, Farbwelt und die Auswahl glaubwürdiger Situationen.

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So kann die Bildwelt über längere Zeit erweitert werden, ohne bei jeder Produktion vollständig neu beginnen zu müssen. Für Unternehmen reduziert das nicht nur den organisatorischen Aufwand. Es schafft auch einen wiedererkennbaren visuellen Auftritt über verschiedene Teams und Kommunikationskanäle hinweg.

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Wie lässt sich der Nutzen von Employer Branding Fotografie beurteilen?

Der Erfolg einer Employer-Branding-Produktion sollte nicht ausschliesslich anhand der Anzahl gelieferter Bilder beurteilt werden. Eine grosse Bildbibliothek besitzt wenig Wert, wenn später immer dieselben drei Aufnahmen verwendet werden.

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Sinnvoller ist es, die tatsächliche Nutzung und die Kommunikationsziele zu betrachten. Wie vielseitig lässt sich das Material einsetzen? Werden relevante Berufsgruppen und Arbeitsbereiche sichtbar? Können neue Mitarbeitende problemlos in die Bildwelt aufgenommen werden? Passen die Fotografien weiterhin zum tatsächlichen Unternehmen?

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Daneben können HR und Marketing untersuchen, wie sich die Nutzung ihrer Karriereseiten entwickelt und welche Recruiting-Inhalte besonders häufig aufgerufen werden.

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Wichtig ist allerdings, Ursache und Wirkung nicht zu verwechseln.

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Steigt die Zahl der Bewerbungen nach einem Website-Relaunch, lässt sich dieser Effekt nicht automatisch auf neue Fotografien zurückführen. Stellenangebot, Vergütung, Arbeitsmarkt, Kampagnenreichweite und Bewerbungsprozess beeinflussen das Ergebnis ebenfalls.

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Ein interessantes Praxisbeispiel liefert Beiersdorf. Laut einer von LinkedIn veröffentlichten Fallstudie stiegen im Zusammenhang mit einer umfassenderen Employer-Branding-Initiative die Aufrufe der Job- und Kulturbereiche der Unternehmensseite um 67 Prozent. Der Traffic auf der Karriereseite nahm ebenfalls zu. Die Entwicklung war Teil mehrerer Massnahmen und kann nicht isoliert den verwendeten Bildern zugeschrieben werden. Quelle: LinkedIn Business Solutions

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Für die fotografische Planung ergibt sich daraus eine klare Konsequenz: Employer Branding Fotografie sollte nicht möglichst viele Bilder produzieren, sondern eine Arbeitgebermarke über unterschiedliche Kontaktpunkte hinweg nachvollziehbar sichtbar machen.

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Häufig gestellte Fragen zum Employer Branding

Warum sind authentische Bilder für Employer Branding wichtig?

Authentische Bilder können potenziellen Mitarbeitenden helfen, ein Unternehmen besser kennenzulernen. Sie zeigen Menschen, Arbeitsumgebungen und Tätigkeiten, die in Stellenanzeigen häufig nur beschrieben werden. Besonders wertvoll sind Fotografien, die konkrete Einblicke vermitteln und mit der tatsächlichen Unternehmenskultur übereinstimmen. Sie ersetzen jedoch weder glaubwürdige Arbeitsbedingungen noch einen professionellen Recruiting-Prozess.

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Was unterscheidet Employer Branding Fotografie von klassischen Business Portraits?

Klassische Business Portraits konzentrieren sich auf die professionelle Darstellung einzelner Personen. Employer Branding Fotografie berücksichtigt zusätzlich deren Arbeitsumgebung, Tätigkeiten und Zusammenarbeit. Je nach Ziel können Mitarbeiterportraits, Teamaufnahmen, dokumentarische Reportagen und bewusst gestaltete Szenen Teil einer gemeinsamen Bildwelt sein.

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Müssen Employer Branding Bilder spontan entstehen?

Nein. Auch angeleitete Aufnahmen können glaubwürdig sein. Entscheidend ist, dass die dargestellten Situationen zum tatsächlichen Arbeitsalltag passen. Eine für die Kamera organisierte Besprechung kann eine reale Form der Zusammenarbeit vermitteln. Problematisch wird es, wenn Bilder Tätigkeiten, Arbeitsbedingungen oder eine Unternehmenskultur suggerieren, die im Unternehmen nicht vorhanden sind.

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Welche Bilder sollte eine Karriereseite enthalten?

Eine gute Karriereseite kombiniert unterschiedliche Motive. Dazu gehören Portraits realer Mitarbeitender, Einblicke in Arbeitsbereiche, typische Tätigkeiten und Formen der Zusammenarbeit. Welche Bilder besonders relevant sind, hängt von den gesuchten Berufsgruppen ab. Eine technische Fachkraft interessiert sich möglicherweise für andere Einblicke als jemand, der sich für eine Führungsposition bewirbt.

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Wie viele Bilder braucht ein Unternehmen für Employer Branding?

Eine allgemeingültige Anzahl gibt es nicht. Entscheidend sind die Zahl der Standorte, die unterschiedlichen Berufsgruppen und die geplanten Kommunikationskanäle. Für die regelmässige Nutzung auf LinkedIn und in Recruiting-Kampagnen kann eine vielseitige Bildbibliothek sinnvoll sein. Eine einzelne Karriereseite benötigt dagegen möglicherweise nur eine kleinere Auswahl sorgfältig gestalteter Aufnahmen.

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Wie lässt sich Employer Branding Fotografie langfristig nutzen?

Durch eine Bildstrategie, die unterschiedliche Formate und zukünftige Ergänzungen berücksichtigt. Portraits sollten reproduzierbar gestaltet werden, während Reportagebilder verschiedene Situationen und Arbeitsbereiche abdecken. So können Unternehmen bestehende Aufnahmen für Karriereseiten, LinkedIn, Stelleninserate, interne Kommunikation und weitere Anwendungen einsetzen, ohne ständig vollständig neue Produktionen organisieren zu müssen.

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Weiterführende Quellen

LinkedIn Talent Solutions – What Candidates Want in 2025

Internationale Untersuchung zu den wichtigsten Entscheidungskriterien von Bewerbenden. Die Ergebnisse zeigen, wie sich Erwartungen an Arbeitgeber zwischen verschiedenen Berufsgruppen unterscheiden.

LinkedIn – What Candidates Want in 2025

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Chartered Institute of Personnel and Development – Activating Your Employer Brand

Fachliche Einordnung zur Entwicklung glaubwürdiger Arbeitgebermarken. Der Beitrag behandelt insbesondere authentische Mitarbeitergeschichten, die Zusammenarbeit zwischen HR und Marketing sowie die Bedeutung realistischer Einblicke in die Unternehmenskultur.

CIPD – Activating Your Employer Brand

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LinkedIn Talent Solutions – Beiersdorf Employer Branding Case Study

Praxisbeispiel zur Weiterentwicklung einer internationalen Arbeitgebermarke und zur Nutzung authentischer Mitarbeitergeschichten innerhalb einer umfassenderen Employer-Branding-Strategie.

LinkedIn – Beiersdorf Case Study

Employer Branding beginnt mit einem glaubwürdigen Einblick

Menschen möchten verstehen, für welches Unternehmen sie künftig arbeiten könnten. Professionelle Fotografie kann ihnen diesen Einblick ermöglichen, indem sie Mitarbeitende, Arbeitsprozesse und Unternehmenskultur sichtbar macht.

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Bei lad.studio entwickeln wir dafür fotografische Konzepte, die dokumentarische Beobachtung mit gezielter visueller Gestaltung verbinden. Von Mitarbeiterportraits bis zu umfassenden Unternehmensreportagen entstehen Bilder, die nicht nur einzelne Situationen festhalten, sondern langfristig Teil einer konsistenten Arbeitgeberkommunikation werden.

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